Monatsarchiv für Mai 2009

Hilfe, mein Hund kann nicht alleine bleiben!

Martha am 17. Mai 2009

Mancher Hundebesitzer verzweifelt an seinem geliebten Vierbeiner, wenn es um das Thema “alleine bleiben” geht. Kaum ist man aus dem Haus, berichten die Nachbarn später von permanentem Heulen oder Bellen. Betritt man dann die Wohnung, freut sich zwar der Hund, aber nicht das Herrchen oder Frauchen, da das Wohnzimmer völlig verwüstet und der Mülleimer leergeräumt ist.

Wichtig ist, der Ursache dieses Verhaltens auf den Grund zu gehen. Es muss vor der “Therapie” unbedingt abgeklärt werden, ob es sich um Trennungsängste oder Kontrollverlust und Aufbegehren des Hundes handelt. Hierbei ist es natürlich wichtig herauszufinden, wie sich der Hund verhält, wenn man nicht anwesend ist, was man am besten über eine installierte Videokamera feststellen kann.

Bevor man das Alleinebleiben mit seinem Hund übt, sollte man einen ausgiebigen Spaziergang mit viel Beschäftigung gemacht haben. Ist der Hund müde und ausgepowert, hat er nicht mehr so viel Kraft für Blödsinn übrig und wird sich wohl bald gemütlich auf seiner Decke zusammenrollen. Bei manchen Hunden hilft ein Abschiedsleckerli (z.B. Schweinsohr), das noch einige Zeit Beschäftigung bietet oder das Lieblingsspielzeug. Wichtig ist, beim Verlassen der Wohnung keine große “Abschiedstragödie” zu inszenieren. Dass Frauchen oder Herrchen alleine weggehen (allerdings sollte das auch bei einem trainierten Hund nicht länger als ca. 4 Stunden sein), muss zum normalen Alltag werden. Auch das Wiederkommen sollte so selbstverständlich wie möglich ablaufen. Hilfreich ist es, von Anfang an dasselbe Ritual zu praktizieren, z.B. Schweinsohr zum Knabbern, ”Du bleibst fein.” und schon ist man aus der Tür. Nach und nach können so die Phasen des Alleinseins ausgedehnt werden, ohne dass Probleme auftreten.

Bei manchen Hunden treten jedoch trotzdem Schwierigkeiten auf. Ein großes Problem ist zum Beispiel, wenn der Hund immer im Mittelpunkt stehen will und zu viel Aufmerksamkeit bekommt. Natürlich ist er dann “sauer”, wenn er alleine zu Hause bleiben soll. Solchen Hunden muss man Schritt für Schritt beibringen, dass sie nicht der Nabel der Welt sind und dass sie auch mal ignoriert werden, ohne das dies ein Drama bedeutet. Teilweise hat man es hier auch mit einem Rangordnungsproblem zu tun. Denn fühlt sich der Hund als Chef, so will er natürlich seine rangniederen Rudelmitglieder (in diesem Fall Herrchen oder Frauchen) bewachen und das wird schwierig, verlassen sie alleine das Haus.
Andererseits sind von den o.g. Fällen wiederum die unterbeschäftigten oder ängstlichen Hunde zu unterscheiden. Wird der Hund vernachlässigt und fehlt es ihm an Beschäftigung, wird er sich während der Zeit des Alleinebleibens die Langeweile mit allerhand Blödsinn vertreiben. Am schwierigsten sind die sensiblen Hunde einzuordnen, die ggf. in ihrer Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht haben (z.B. Tierheimhunde). Hier sollte die Vorgeschichte (wenn möglich) geklärt sein, damit der richtige Ansatz gefunden werden kann. Auf jeden Fall sollte man mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl arbeiten. Manchmal schafft ein zweiter Hund Abhilfe, da sich der ängstliche Hund an seinem souveränen Verhalten orientieren kann. Doch Vorsicht: manche Hunde sind zweisam allein, so dass sich das “Problem verdoppeln” kann. Es ist sinnvoll, sich einen Hundeexperten zur Beratung heranzuziehen, bevor man nicht mehr weiter weiß! 

Cave: Das Alleinebleiben sollte für den Hund nicht als Drama gestaltet werden, sondern als eine ganz normale, alltägliche Situation.

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Pferde richtig impfen

Martha am 10. Mai 2009

Neben der Sorge um die richtige Unterbringung und Pflege des Pferdes muss der Besitzer auch Verantwortung für die entsprechende Gesundheitsvorsorge seines Vierbeiners übernehmen. Dazu gehört u.a. auch das regelmäßige Impfen des Pferdes, das vom Tierarzt in unterschiedlichen Intervallen durchgeführt und im Equiden- oder Impfpass vermerkt wird, um den lückenlosen Impfschutz zu gewährleisten. Gegen folgende Infektionskrankheiten kann bzw. sollte ein Pferd geimpft werden:

  1. Tetanus (Wundstarrkrampf)
    Der Erreger des Wundstarrkrampfes, das Bakterium Clostridium tetani, kommt überall (Stall, Weide, Einstreu, Reithalle usw.) vor und dringt über (schon kleine) Wunden in den Körper ein. Hier gibt der Erreger seine Toxine ab und infiziert das Pferd. In der Regel verläuft die Infektion nach erheblicher Quälerei tödlich.
    Nach einer entsprechenden Grundimmunisierung wird alle 2 Jahre nachgeimpft.
  2. Influenza (Pferdegrippe, Newmarket Cough, Hoppegartener oder seuchenhafter Husten)
    Diese hoch ansteckende Atemwegserkrankung wird durch ein Virus der Gattung Orthomyxoviren verursacht, das sich in der Nasenschleimhaut vermehrt und über die Atemwege sowie die Luft seuchenartig verbreitet wird. Man unterscheidet zwei Subtypen des Virus: Typ 1 (relativ konstant) und Typ 2 (verändert sich), so dass immer neue Impfstoffe entwickelt werden müssen, um sich an die neuen Variationen des Erregers anzupassen. 
    Nach der entsprechenden Grundimmunisierung wird die Impfung in einem Intervall von 1 Jahr aufgefrischt. Bei hohem Infektionsdruck verkürzt sich der Impfabstand auf 6 Monate.
  3. Herpes (Virusabort, seuchenhaftes Verfohlen, Rhinopneumonitis)
    Es gibt verschiedene equine Herpesviren (EHV), wobei EHV 1 und EHV 4 für die Impfung von Bedeutung sind. EHV 1 ist Verursacher des seuchenhaften Verfohlens, neurologischer und Atemwegs-Erkrankungen während EHV 4 Erkrankungen der oberen Atemwege auslöst.
    Nach einer entsprechenden Grundimmunisierung erfolgt alle 6 bis 9 Monate eine erneute Impfung.
  4. Tollwut
    In Gegenden mit Wildtollwut sollte das Pferd gegen Tollwut geimpft werden. Eine Infektion des Gehirns mit den Rabies-Viren ist zwar recht selten, verläuft jedoch immer tödlich und ist für den Menschen ebenfalls sehr gefährlich. Ist das Pferd infiziert, so ist eine Behandlung verboten. Tollwut muss angezeigt werden.
    Die Tollwut-Impfung erfolgt ab dem 6. Lebensmonat in einem Abstand von einem Jahr.

In Stress-Situationen oder bei Krankheit sollte auf die Impfung verzichtet werden. Sie kann später nachgeholt werden. Auch sollte das Pferd keinen starken Parasitenbefall aufweisen (zeitig genug vor der Impfung entwurmen!).

Bei allen Impfungen muss darauf geachtet werden, dass die Stall- bzw. Weidegenossen ebenfalls ausreichend geimpft sind.

Cave: Vor und während der Impfung sollte das Immunsystem des Pferdes gestärkt werden, damit die Impfung besser umgesetzt werden kann. Nach der Verabreichung des Impfstoffes sollten dem Pferd mindestens 3 Tage Ruhe gegönnt werden (Bummelspaziergänge sind erlaubt).

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Vier Pfoten auf Tour: Hundeschuhe

Martha am 5. Mai 2009

Wer Touren in unwegsameres Gelände machen oder “höher hinaus” will und dabei auf seinen geliebten Vierbeiner nicht verzichten möchte, trifft entsprechende Vorkehrungen zum Schutz der emfindlichen Hundepfoten. Neben dem Einsatz von Vaseline oder Melkfett bei verharschtem Schnee, der sich v.a. bei langhaarigen Hunderassen zwischen den Pfoten sammeln und Schmerzen verursachen kann, gibt es im Handel ein breites Angebot an Hundesocken und -schuhen. Diese sind jedoch nur dann sinnvoll, wenn sie richtig passen und entsprechend sitzen.

Meine persönlichen Erfahrungen:
Bei unserem Urlaub in den Alpen und den langen Wanderungen wollten wir auf unsere Hündin nicht verzichten, die ausgedehnte Spaziergänge und Kletterei über alles liebt. Teilweise erstreckten sich unsere Touren bis in große Höhen und in unwegsames Gelände mit scharfkantigem Untergrund. Hier war es absolut notwendig, Hundeschuhe zu verwenden, denn sonst hätte der Urlaubsspaß schnell mit blutigen Ballen geendet. Somit kamen Ruff Wear Bark’n Boots zur Anwendung, die ich wirklich nur weiterempfehlen kann. Schon vor dem Urlaub verbrachten wir viel Zeit damit, unsere Hündin auf unseren Gassirunden an die Schuhe zu gewöhnen (und mussten bei manchem tappsigen Versuch zu Laufen ein lautes Lachen unterdrücken), mit einigen Leckerlies und gutem Zuspruch lief sie jedoch schon bald ohne Probleme mit angezogenen Schuhen. Einziger Nachteil: bei manchem Sprintstart flog der ein oder andere Schuhe in hohem Bogen davon. Auch über der Schneegrenze, die wir oft auf unseren Alpenwanderungen überschritten, bewiesen sich die Bark’n Boots als nur begrenzt geeignet, da der Schnee trotz sorgfältigem Zuziehen der Klettverschlüsse von oben in den Schuh hineinfiel. Hier sollte man eventuell doch lieber auf Hundesocken umsteigen.

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