Martha am 12. Juni 2009
Die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) gehört zu den Lippenblütlern und blüht von Juli bis September mit weiß bis blass bläulichen Blüten. Sie besitzt einen herb zitronenartigen Geruch, der der Minze ähnelt. 0,2 bis 0,7 % der Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, zu denen Actinidin gehört, dessen Duft die meisten Katzen in höchstes Wohlbefinden versetzt. Actinidin ist ebenfalls in Baldrian enthalten, der einen vergleichbaren Effekt auf Katzen hat.

- Katzenminze
Der Grund, warum Katzen so sehr von der Katzenminze angezogen werden, ist genetisch bedingt und nur bei ca. 50 % aller Katzen ausgeprägt. Sie reiben sich an der Pflanze, knabbern und lecken an ihr, schnurren laut und vollführen teilweise sogar richtige Luftsprünge. Nicht nur auf Stubentiger, sondern auch auf Großkatzen übt die Katzenminze eine “magische” Anziehung aus, die weder schadet noch einen “richtigen” Nutzen hat.
Neben dem Effekt auf Katzen, hat die Katzenminze in der Heilkunde eine vielfältige Wirkung: neben einer leicht europhisierenden Wirkung wirkt sie fiebersenkend, harn- und schweißtreibend, krampflösend und entgiftend. Sie ist somit u.a. als Hausmittel hervorragend im Einsatz gegen Erkältung oder Grippe, Magenverstimmungen oder nervösen Verdauungsstörungen sowie Schlaflosigkeit geeignet.
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Martha am 1. Juni 2009
Ob ein hustendes Pferd reitbar ist oder nicht muss differenziert betrachtet werden. Bei akuten Fällen (teilweise mit Fieber) oder bei trockenem Husten, der sich bei Bewegung meist deutlich verstärkt und zu richtigen Hustenanfällen entwickelt, ist das Pferd keinesfalls zu belasten. Die Entscheidung sollte nach gründlicher Untersuchung durch den Tierarzt fallen, der bei allen Zweifeln herangezogen werden sollte. Nur so können unbeabsichtigte Lungenüberblähung und Emphysembildung verhindert werden. Beim Auftreten teils auch größerer Schleimmengen, die hustend ausgeworfen werden, kann eine Bewegung nicht nur förderlich, sondern Teil der Therapie sein. Diesen Pferden geht es ohne Bewegung meist schlechter als mit täglicher, entsprechend angepasster Arbeit.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Tagesform des Pferdes. Atmet das Pferd bereits in Ruhe schwer (teilweise wird die sog. “Dampfrinne” sichtbar), mit erhöhter Atemfrequenz oder geblähten Nüstern, darf keinesfalls gearbeitet werden, da es sich bereits im Stadium des Bronchospasmus (krampfartiger Zustand der Bronchiolen) befindet. Eine vermehrte Atmung durch Bewegung würde in diesem Fall durch den Ventileffekt den Zustand verschlimmern: Durch die Verkrampfung der Muskeln, die die Bronchiolen umgeben, ist der Hohlraum zur Atmung bereits verengt. Schon in Ruhe muss das Pferd gegen einen erhöhten Widerstand atmen. Die Einatmungsluft wird vorbei an diesen verengten Stellen in die Alveolen gepresst. Beim Ausatmen steht nicht ganz so hoher Druck wie bei der Einatmung zur Verfügung, so dass eine gewisse Restluft in den Lungenbläschen hinter den Engpässen verbleibt. Bei jedem weiteren Atemzug wird die Ausatemluft nur unvollständig wieder ausgeatmet, so dass sich immer mehr Luft in den Alveolen sammelt, die sich dadurch aufblähen – es kommt zur Überdehnung der Lunge (reversibler Zustand). Bei weiterer Drucksteigerung zerreißen die Wände der Alveolen und sind für die Atmung unwiederbringlich zerstört (irreversibler Zustand). Jeder kann sich vorstellen, dass Bewegung diese Vorgänge verstärken würde.
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