Monatsarchiv für Juli 2009

Weiße Punkte auf Fischen – Ektoparasiten

Martha am 27. Juli 2009

Bei einem kontinuierlichem Auftreten von weißen Pünktchen auf der Körperoberfläche von Fischen handelt es sich meist um Ektoparasiten.

Als häufigste Ursache kommt im Süßwasser der Erreger der Ichthyophthiriose (Weißpünktchenkrankheit) in Frage: Ichthyophthirius multifiliis. Befallene Fische zeigen weiße, stecknadelkopfgroße (ca. 1,5 mm große) Punkte am gesamten Körper, Atemnot, Flossenklemmen und Scheuern an Gegenständen. Innerhalb kürzester Zeit breitet sich die Krankheit aus und kann zu einer hohen Todesrate führen. Im Meerwasser wird diese Krankheit durch Cryptocaryon irritans (Weißfleckenkrankheit) ausgelöst.

Ein anderer häufig auftretender Parasitenbefall wird durch Oodinium pillularis ausgelöst (Samtkrankheit). Zu den Symptomen gehören kleine (ca. 0,3 mm große) Pünktchen, die oft als weiß-gelber Belag erscheinen, Flossenklemmen, Scheuern an Gegenständen und Abmagerung trotz Futteraufnahme. Befallene Fische weisen oft einen perlartigen Glanz an der Körperoberfläche auf, wodurch der Name der Krankheit entstanden ist. Im Meerwasser wird diese Erkrankung durch Amyloodinium ocellatum (Ocellatum-Krankheit) verursacht.

Therapiemöglichkeiten: großer Wasserwechsel, Temperaturerhöhung auf ca. 30 °C, gute Belüftung, Salzwasserbad bei Süßwasserfischen bzw. Süßwasserbad bei Salzwasserfischen (Dauer ca. 15 Min.), Formalin- oder Metronidazolkurzbäder, “FMC” (Formalin, Malachitgrün, Methylenblau), Trypaflavinbäder (Akriflavine), Heilmittelanwendung im Aquarium usw.

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Augentropfen und -salbe richtig verabreichen

Martha am 19. Juli 2009

Bevor man Tropfen oder Salbe in die Augen einbringt, sollten diese vorsichtig gereinigt werden. Muköse oder eitrige Ansammlungen im Lidwinkel oder verkrustetes Sekret sollte sanft entfernt werden. Dazu verwendet man am besten sterile Gaze oder weiche, saubere Taschentücher (Watte oder ähnliche Materialien sind aufgrund des Fusselns ungeeignet). Leitungswasser ist ebenfalls unzweckmäßig, da im Wasser enthaltene Mikroorganismen in das Auge gelangen und Infektionen verursachen können. Borwasser o.ä. hingegen wirkt als mildes Desinfektionsmittel und ist sehr gut zur Augenreinigung einsetzbar. Am Ende werden die Augen leicht mit z.B. trockener Gaze abgetupft.

Zur Verabreichung von Augentropfen bzw. -salbe wird der Kopf des Tieres mit den Händen fixiert (Kopf leicht angehoben, damit die Tropfen nicht aus dem Auge hinauslaufen) und das obere Augenlid sanft nach oben gezogen, das untere Lid leicht nach unten. Nun können vorsichtig die Augentropfen eingeträufelt bzw. ein Salbenstrang (ca. 5-10 mm lang) in das Auge eingebracht werden. Durch das Blinzeln verteilen sich Tropfen bzw. Salbe im Auge von allein.

Werden Tropfen und Salben kombiniert gegeben, sollten erst die Augentropfen und nach ca. 30 Minuten die Augensalbe verabreicht werden (die Tropfen würden auf der Salbe einfach abperlen). Bei mehreren unterschiedlichen Augentropfen sollte man ebenfalls genug Zeit zwischen der Applikation verstreichen lassen (mind. 15 Minuten), da sich sonst zu viel Flüssigkeit im Auge befindet und einfach wieder herausgespült wird. Verschiedene Salben hingegen können gleichzeitig eingebracht werden, da sie sich im Auge vermischen.

Angebrochene Augentropfen oder -salben sollten 4 Wochen nach dem Öffnen verworfen werden, da die Gefahr des bakteriellen Befalls recht hoch ist (Packungbeilage beachten).

Cave: Die Flasche bzw. Tube mit dem zu verabreichendem Mittel sollte immer in ausreichendem Abstand zum Auge gehalten werden, da es sonst bei einer plötzlichen Bewegung des Tieres zu Verletzungen kommen kann. Deswegen sollte auch immer die Hand, die das Fläschchen bzw. die Tube hält, auf dem Kopf aufliegen.

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Wirkung der Nasenbremse

Martha am 3. Juli 2009

Bei unruhigen Pferden kommt oft z.B. während einer Behandlung des Tierarztes die sog. Nasenbremse zum Einsatz. Sie besteht aus einem Holzstock mit einer Seilschlaufe am Ende, die dem Pferd um die Oberlippe gelegt und festgedreht wird. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass das Seil nicht zu fest angezogen wird und dem Pferd Schmerzen verursacht. Völlig überholt ist die Annahme, das Pferd solle durch Schmerz ruhig gestellt werden! Die Nasenbremse ist ein mechanisches Hilfsmittel und als eine Form der Akupressur zu verstehen, deren Wirkung man ebenso (in abgeschwächter Art und Weise) durch Massieren der Oberlippe mit der Hand erreichen kann (bei sehr sensiblen Pferden zu empfehlen). Untersuchungen belegen, dass die Ablenkung durch Stimulation eines Druckpunktes in der Oberlippe zustande kommt, wodurch Opiate (z.B. Endorphine) ausgeschüttet werden, die eine schmerzstillende und beruhigende Wirkung haben. Bei manchen Pferden kann die Anwendung der Nasenbremse jedoch auch das Gegenteil oder gar nichts bewirken.

Ein Wort zur Ohrbremse:
Diese veraltete Methode ist mit der Nasenbremse in keinster Weise zu vergleichen und absolut abzulehnen! Das Zusammendrücken der Ohrmuschel bewirkt einzig und allein durch den Schmerzreiz eine Ablenkung und ist Tierquälerei.

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