Gesellschaftliche Akzeptanz?

Martha am 9. März 2009

Der Beruf des Tierheilpraktikers erfreut sich seit vielen Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit. Doch gerade die unübersichtliche Ausbildungssituation und das Fehlen einer staatlichen Zulassung tragen nicht zur Seriosität des Berufes bei. Zu Recht übt Colin Goldner (Wissenschaftsjournalist und Tierrechtler) in seiner Untersuchung „Vorsicht Tierheilpraktiker! Alternativveterinäre Diagnose- und Behandlungsverfahren” (2006) über die alternative Tierheilkunde Kritik. Mit dem Ziel, die Scharlatanerie in dieser Zunft zu beseitigen, setzen sich zu wenige verantwortungsbewusste Mitglieder der Berufsverbände für konforme und transparente Ausbildungsverhältnisse und Berufsordnungen ein. Nichtsdestotrotz existieren neben den „Quacksalbern” auch gut ausgebildete, kompetente Tierheilpraktiker, mit denen mittlerweile viele Tierärzte gut zusammenarbeiten. Seit einiger Zeit ist im Veterinärbereich ein Umdenken zu beobachten – weg von skeptischer Nichtakzeptanz, hin zu einander ergänzender Arbeit Hand in Hand.

Auch die Öffentlichkeit reagiert auf den positiven Trend. In einschlägigen Fachzeitschriften veröffentlichen mit zunehmendem Erfolg neben Veterinären nun auch Tierheilpraktiker Artikel und Kolumnen. Auch im Fernsehen greifen immer mehr Sendungen (z.B. „Tiere suchen ein Zuhause” oder „Herrchen gesucht”) auf Tierheilpraktiker als Ratgeber zurück. Im großen und ganzen ist eine wachsende gesellschaftliche Akzeptanz zu spüren.

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