Hilfe, mein Fisch “schimmelt” – Maul- und Flossenfäule

Martha am 16. November 2009

Die Maul- und Flossenfäule (auch Columaris-Erkrankung oder “saddleback disease”) ist eine bakterielle Infektion der Haut und/oder der Kiemen. Sie wird im Süßwasser durch Flexibacter columnaris ausgelöst. Im Meerwasser ist das Bakterium Flexibacter maritimus als Verursacher dieser Krankheit bekannt. Meist werden geschwächte Tiere befallen und zeigen typische  Gewebezerstörungen v.a. an den Flossen, die ausfransen und oft weiße Ränder aufweisen. Läsionen treten weiterhin bevorzugt auf der Haut von Kopf und Rücken auf, die von einem grau-weißen Belag (“Schimmel”) überzogen werden, sich rasch ausweiten und bis tief in die Muskulatur reichende Geschwüre bilden. Auch die Kiemen werden befallen, was sich durch diffuse Schwellungen und reichlich orange-weiße Schleimbildung über dem nekrotischen Gewebe äußert. Grund für das Auftreten der Infektion ist hauptsächlich eine unzureichende Wasserpflege.

Die Behandlung der Maul- und Flossenfäule ist schwierig. Wichtigster Schritt dabei ist die Verbesserung der Wasserqualität. Die Anwendung von Antibiotika ist meist nur im Anfangsstadium erfolgreich und kann im späteren Verlauf der Krankheit sogar Verschlechterungen hervorrufen. Eine leichte Besserung durch die Entfernung des Schleims mit den darin enthaltenen Bakterien kann durch desinfizierende Bäder (mit Kaliumpermanganat oder Kochsalz) erzielt werden.

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