Hilfe, mein Pferd hustet!

Martha am 13. März 2009

Viele Pferdebesitzer und Reiter sind mit dem Problem schon in Berührung gekommen. In Deutschland leiden jedes Jahr ca. 25 % der Pferde an Erkrankungen der Atemwege. Trotz der weiten Verbreitung dieses Phänomens sind die Therapieerfolge meist nur dürftig. Neben Lahmheiten und Koliken sind (v.a. chronische) Hustenerkrankungen die Hauptursache für Euthanasie bzw. Schlachtung von Pferden.

Es muss zwischen akuten und chronischen Atemwegserkrankungen unterschieden werden. Die akuten und ansteckenden (!) Erkrankungen werden durch Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilzen sowie Parasiten ausgelöst und können (v.a. im Zusammenhang mit Haltungsmängeln) in eine chronische Form übergehen. Diese langandauernden, chronischen Erkrankungen wiederum sind auf Fehler in der Unterbringung, Fütterung und Bewegung zurückzuführen.

Egal ob akute oder chronische Erkankung: Vor allem bei Fieber, vermehrtem (ggf. milchigem, gelb bis grünlichem) zähem Nasenausfluss und starkem, krampfartigem Husten mit Schleimauswurf muss umgehend der Tierarzt herangezogen werden, damit eine meist rasch einsetzende Verschlimmerung verhindert werden kann. Naturheilverfahren sind in diesem Falle nur als therapiebegleitendes Mittel zur Unterstützung heranzuziehen, da aus medizinischen und tierschutzrechtlichen Gründen prompt einsetzende Wirkungen erzielt werden müssen, die nur mit schulmedizinischen Medikamenten realisiert werden können.

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