Können Fische ertrinken?
Martha am 22. April 2009
Auf diese Frage gibt es eine einfache Antwort: ja, manche Fischarten können im Wasser ersticken.
Normalerweise atmen Fische über Kiemen und entnehmen so den lebensnotwendigen Sauerstoff aus dem Wasser. Bei den Labyrinthfischen (Ananbantoidei) hingegen reicht diese Atmung nicht aus. Sie sind an sauerstoffarme Gewässer angepasst und müssen aufgrund ihrer anatomischen Spezialisierung zusätzlich Luft-Sauerstoff atmen, um überleben zu können. Bei ihnen ist das sogenannte ”Labyrinthorgan” ausgebildet, dass sich aus Teilen der Kiemenbögen entwickelt und als labyrinthartige Knochenplatte mit respiratorischer Schleimhaut überzogen ist (genau wie die umgebende Kiemenhöhle ["Labyrinthhöhle"]). Durch diese knöcherne Stütze ist es unmöglich, dass das Organ wie die Blättchen der Kiemen an der Luft kollabiert. Die blutgefäßreiche Schleimhaut gewährleistet die ausreichende Sauerstoffversorgung.
Auch einige Arten der Lungenfische (Dipnoi) sind auf die Atmung von Luft-Sauerstoff angewiesen. Sie verfügen neben den Kiemen über eine einfach gebaute Lunge, die sich am Darm befindet und homolog zur Schwimmblase entwickelt ist. Zum Beispiel weist der bis zu 1,5 m lange Australische Lungenfisch einen Lungenflügel auf, der oberhalb des Darms liegt. Die südamerikanischen und afrikanischen Arten hingegen besitzen zwei Lungenflügel, während die inneren Kiemen bei ihnen stark zurückgebildet sind.
Cave: Einige Fischarten (wie z.B. Labyrinth- und Lungenfische) müssen Luft atmen, um überleben zu können!
Abgelegt unter Fische | Keine Kommentare
