Pferde richtig entwurmen

Martha am 28. Oktober 2009

Genau wie die regelmäßigen Impfungen sind entprechend wiederkehrende Entwurmungen ein absolutes Muss in der Pferdehaltung, um den Parasitenbefall einzudämmen. Wichtig dabei ist, dass alle Pferde, die gemeinsamen Weidegang haben, gleichzeitig entwurmt werden.

Es gibt verschiedene Rundwürmer (Nematoden), Bandwürmer (Cestoden) und Insekten (Dasseln), die Pferde befallen können:

  1. kleine und große Palisadenwürmer (Strongyliden)
  2. Spulwürmer (Askariden)
  3. Pfriemenschwänze (Oxyuris equi)
  4. Zwergfadenwürmer (Strongyloides westeri)
  5. Lungenwürmer (Dictyocaulus arnfieldi)
  6. Magenfadenwürmer (Trichostrongylus axei)
  7. Rollschwänze (Habronema muscae)
  8. Mikrofilarien (Onchocerca cervicalis)
  9. Bandwürmer (Anaplocephala perfoliata)
  10. Große Leberegel (Fasciola hepatica)
  11. Magendasseln (Gastrophilus)

Diese Parasiten können im Pferdorganismus großen Schaden anrichten. Die Symptome von starkem Wurmbefall äußern sich durch Leistungsabfall, Appetitlosigkeit, Koliken und Durchfälle, Durchblutungsstörungen, Leberschäden, Atemschwierigkeiten, Schweifscheuern, stumpfes Haarkleid usw. Es sollte mindestens viermal im Jahr (März, Juni, September, Dezember) mit jährlich wechselnden Präparaten (Wirkstoffe: Benzimidazole, Pyrantel und Avermectine) abwechselnd geimpft werden (im Dezember immer Avermectine zwecks Magendasseln), um Resistenzen zu vermeiden.

Wichtig für eine strategisch wirksame Bekämpfung ist ein zusätzliches Stall- und Weidemanagement: regelmäßiges Misten der Boxen und Reinigung derselben mit dem Dampfstrahler sowie keine dauerhafte Nutzung der gleichen Weide (wenigstens 4 Monate Ruhe), trockene und nicht zu hoch besetzte Weiden, regelmäßiges Abäppeln (min. Abstand 3 Tage).

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