Wirkung der Nasenbremse
Martha am 3. Juli 2009
Bei unruhigen Pferden kommt oft z.B. während einer Behandlung des Tierarztes die sog. Nasenbremse zum Einsatz. Sie besteht aus einem Holzstock mit einer Seilschlaufe am Ende, die dem Pferd um die Oberlippe gelegt und festgedreht wird. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass das Seil nicht zu fest angezogen wird und dem Pferd Schmerzen verursacht. Völlig überholt ist die Annahme, das Pferd solle durch Schmerz ruhig gestellt werden! Die Nasenbremse ist ein mechanisches Hilfsmittel und als eine Form der Akupressur zu verstehen, deren Wirkung man ebenso (in abgeschwächter Art und Weise) durch Massieren der Oberlippe mit der Hand erreichen kann (bei sehr sensiblen Pferden zu empfehlen). Untersuchungen belegen, dass die Ablenkung durch Stimulation eines Druckpunktes in der Oberlippe zustande kommt, wodurch Opiate (z.B. Endorphine) ausgeschüttet werden, die eine schmerzstillende und beruhigende Wirkung haben. Bei manchen Pferden kann die Anwendung der Nasenbremse jedoch auch das Gegenteil oder gar nichts bewirken.
Ein Wort zur Ohrbremse:
Diese veraltete Methode ist mit der Nasenbremse in keinster Weise zu vergleichen und absolut abzulehnen! Das Zusammendrücken der Ohrmuschel bewirkt einzig und allein durch den Schmerzreiz eine Ablenkung und ist Tierquälerei.
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