Fressbremse für Rehepferde?

Martha am 11. Mai 2010

Viele Pferdebesitzer mit übergewichtigen Pferden oder Tieren mit EMS, ECS bzw. Hufrehe stehen im Sommer vor dem Problem des Weidemanagements. Einerseits ist die Integration in die Herde von großer Bedeutung, andererseits eine Verkürzung der Futterzeiten auf Gras enorm wichtig. Wer seinen Liebling nicht isoliert von den anderen auf einen Sandpaddock stellen möchte, hat die Möglichkeit sein Pferd an einen Weide-Maulkorb zu gewöhnen. Mit dieser Fressbremse ist es dem Tier möglich, mit der Herde mitzugehen und Gras in stark reduzierter Menge aufzunehmen.

Ich stand dieser Form der Futterregulierung am Anfang sehr skeptisch gegenüber. Sowohl hinsichtlich der Sicherheit als auch in Bezug auf die praktische Funktionalität hegte ich große Bedenken. Da jedoch eins meiner Pferde mit EMS sowie Rehe erkrankte und ich nicht auf den Sozialkontakt der Herde verzichten wollte, waren wir gezwungen, eine Fressbremse auszuprobieren – eine im Nachhinein als sehr gut zu bewertende Alternative zum Sandpaddock! Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gelang es meiner Stute recht geschickt, einzelne Halme durch den Maulkorb zu knabbern. Mittlerweile ist es für sie zur Normalität geworden, nur ca. 2-3 Stunden ohne Fressbremse auf der Weide zu stehen und die restliche Zeit über den Maulkorb zu tragen.

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