Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Anmelden einer Tierheilpraxis

Martha am 28. September 2009

Egal ob stationäre oder mobile Tierheilpraxis: in beiden Fällen muss das Gewerbe beim zuständigen Finanzamt gemeldet werden. Weiterhin ist eine Registrierung beim Veterinäramt notwendig. Die mobile Praxis bringt hinsichtlich der Anamnese des Tieres im gewohnten Umfeld einige Vorteile mit sich, schlägt sich allerdings in höheren Behandlungskosten durch den Fahraufwand etc. des THP’s nieder. Hierbei ist zu beachten, dass nach § 3 des Heilpraktikergesetzes (Ausüben der Heilkunde im Umherziehen) ebenfalls eine stationäre Praxis als Basis vorhanden sein muss.

Um eine möglichst große rechtliche Absicherung zu gewährleisten, ist eine vorherige Ausbildung als Humanheilpraktiker zu empfehlen. Die Zulassung als HP erfolgt durch eine Überprüfung des zuständigen Gesundheitsamtes, bei dem der Betrieb der Humanheilpraxis ebenfalls angezeigt werden muss. Allerdings dürfen Human- und Tierheilpraxis nicht in den gleichen Räumen durchgeführt werden, sondern erfordern getrennte Warte- und Behandlungszimmer sowie Sanitäranlagen!

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Gesellschaftliche Akzeptanz?

Martha am 9. März 2009

Der Beruf des Tierheilpraktikers erfreut sich seit vielen Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit. Doch gerade die unübersichtliche Ausbildungssituation und das Fehlen einer staatlichen Zulassung tragen nicht zur Seriosität des Berufes bei. Zu Recht übt Colin Goldner (Wissenschaftsjournalist und Tierrechtler) in seiner Untersuchung „Vorsicht Tierheilpraktiker! Alternativveterinäre Diagnose- und Behandlungsverfahren” (2006) über die alternative Tierheilkunde Kritik. Mit dem Ziel, die Scharlatanerie in dieser Zunft zu beseitigen, setzen sich zu wenige verantwortungsbewusste Mitglieder der Berufsverbände für konforme und transparente Ausbildungsverhältnisse und Berufsordnungen ein. Nichtsdestotrotz existieren neben den „Quacksalbern” auch gut ausgebildete, kompetente Tierheilpraktiker, mit denen mittlerweile viele Tierärzte gut zusammenarbeiten. Seit einiger Zeit ist im Veterinärbereich ein Umdenken zu beobachten – weg von skeptischer Nichtakzeptanz, hin zu einander ergänzender Arbeit Hand in Hand.

Auch die Öffentlichkeit reagiert auf den positiven Trend. In einschlägigen Fachzeitschriften veröffentlichen mit zunehmendem Erfolg neben Veterinären nun auch Tierheilpraktiker Artikel und Kolumnen. Auch im Fernsehen greifen immer mehr Sendungen (z.B. „Tiere suchen ein Zuhause” oder „Herrchen gesucht”) auf Tierheilpraktiker als Ratgeber zurück. Im großen und ganzen ist eine wachsende gesellschaftliche Akzeptanz zu spüren.

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Was ist das: „Tierheilpraktiker“ (Abkürzung: „THP“)?

Martha am 1. März 2009

Immer mehr Menschen besinnen sich auf traditionelle und natürliche Behandlungsmethoden – ob sie nun selbst bei bestimmten Krankheitsbildern den Humanheilpraktiker aufsuchen oder für ihren vierbeinigen, geflügelten bzw. beschuppten Liebling den Tierheilpraktiker (das Pendant zum Humanheilpraktiker) konsultieren.

Tierheilpraktiker wenden sanfte, natürlich Methoden (z.B. Homöopathie, Akupunktur usw.) an, die v.a. bei chronischen Erkrankungen zur Anwendung kommen oder begleiten tierärztliche Therapien (z.B. durch Physiotherapien). Therapieziel ist die ganzheitliche Behandlung von Tieren, zu der ebenfalls Ernährungsratschläge, Erziehungshilfe sowie psychologische Analysen und Beratungsgespräche gehören.

Das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit informiert wie folgt über das Berufsfeld des Tierheilpraktikers:

“Tierheilpraktiker und Tierheilpraktikerinnen behandeln Tiere nach naturheilkundlichen Erkenntnissen und Methoden. Sie gehen akuten und chronischen Krankheiten sowie Verhaltensstörungen von Tieren auf den Grund und therapieren diese mithilfe von Methoden, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung aktivieren sollen.

Sie arbeiten vor allem in tierheilpraktischen Praxen. Darüber hinaus können sie z.B. in der beruflichen Erwachsenenbildung oder bei Tierheilpraktikerverbänden tätig sein.”

Weitere Informationen beim Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit.

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