Archiv für die Kategorie 'Nager'

Hartes Brot für Meerschweinchen ungeeignet?

Martha am 16. April 2009

Während Heu, Gräser und Kräuter wie Schmiergelpapier wirken und zudem noch wertvolle Mineralien liefern, weist luftgetrocknetes, hartes Brot für Meeries keines dieser nützlichen Attribute auf. Genau wie Küchenabfälle oder Süßigkeiten gehört es nicht auf den Speiseplan der kleinen Nager, ist jedoch aus Unwissenheit häufig auf solchem zu finden.

Für den Zahnabrieb sind harte Brötchen oder hartes Brot nur bedingt geeignet. Bei den Schneidezähnen mag dies noch der Fall sein. Bis jedoch das Brot im hinteren Maulbereich angekommen ist, ist es durch den Speichel durchweicht und verliert somit jeglichen Effekt. Zudem beinhaltet es ungesunde Stoffe wie Fette, Gewürze, Backtriebmittel und einen großen Anteil an Stärke. Ein richtiger “Dickmacher”, der Blähungen verursachen kann sowie satt macht und die weitere Futteraufnahme von gesundem, zahnabschleifendem Heu o.ä. herabsetzt. Vorsicht ist ebenfalls vor Schimmelsporen geboten, die sich häufig auf dem Brot befinden. Hat man sich trotz der vielen nachteiligen Auswirkungen für die Fütterung von Brot entschieden, sollte man unbedingt darauf achten, dass das Brot nicht zu alt sowie richtig luftgetrocknet ist und keinen Schimmel aufweist.

Fazit: Hartes Brot oder harte Brötchen sind für die Fütterung von Meerschweinchen ungeeignet. Um dem Knabbertrieb und dem Zahnabschliff sowie der Beschäftigung gerecht zu werden, sollten stattdessen ausreichend Heu und (in Maßen) frische Zweige angeboten werden. Es eigenen sich z.B. Äste von: Weiden, Erlen, Pappeln, Birken, Linden, Ulmen, Buchen, Haselnüssen, Obstgewächsen, Heidelbeer- und Johannisbeerbüschen sowie Fichten, echte Tannen und Kiefern. Giftig bzw. ungeeignet sind Lebensbäume, Zypressen, Eiben, Kastanien und Eichen.

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Ist Petersilie für Meerschweinchen schädlich?

Martha am 25. März 2009

Petersilie (Petroselium crispum) ist das wohl bekannteste Küchenkraut, dessen Wurzeln, Kraut und Früchte neben Vitaminen und Mineralien auch sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Das ätherische Öl des Petersilienkrauts (auch “Petersilienöl” genannt) besteht aus:

  • Phenylpropanen (Apiol, Myristicin usw.)
  • Monoterpenen (Menthatrien, Phellandren, Myrcen, Cymenen, Limonen, Pinen, Terpinole)
  • Sesquiterpenen (Farnesen, Germacren, Caryophyllen, Elemen, Sesquiphellandren) 

Weiterhin enthält Petersilie viel Vitamin C (0,16 %) und ist somit sehr gesund. Erst wenn sie getrocknet wurde, steigt ihr Kalziumgehalt stark an, was bei Meerschweinchen das Auftreten von Blasenschlamm/ Blasensteinen und Nierensteinen begünstigt.

Nicht umsonst kommt die Petersilie in der Phytotherapie zur Anwendung: sie wirkt abführend, antirheumatisch, antiseptisch (keimabtötend), karminativ (blähungstreibend), diuretisch (harntreibend, entwässernd), expektorativ (hustenlösend), sedativ (beruhigend) und spasmolytisch (krampflösend). Eine Überdosis an Petersilie kann phytotoxisch, uterotonisch (gebärmutterstärkend, wehentreibend) und abtreibend wirken.

Auch hier gilt: die Dosis macht das Gift. Petersilie sollte frisch und in Maßen gefüttert werden. CAVE: Tragenden Meerschweinchen darf keine Petersilie gegeben werden, da es zu frühzeitigen Wehen und somit Fehlgeburten kommen kann!

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