Was ist Akupunktur?

Martha am 8. April 2010

Die Akupunktur ist eine der ältesten chinesischen Heilmethoden. Der Begriff setzt sich aus “acus” (latein. “Nadel”) und “punctio” (latein. “Stechen”) zusammen. Im Rahmen dieses Therapieverfahrens wird die Haut mit feinen Nadeln durchstochen – jedoch nicht an willkürlichen Stellen, sondern an den sog. Akupunkturpunkten. Diese Punkte liegen auf den Meridianen (= Bahnen, in denen Qi [Lebensenergie] fließt). Jedem Akupunkturpunkt kann eine ganz spezifische Funktion bzw. ein Organ zugeordnet werden. Durch Stimulation dieser Stellen mittels Nadeln, Wärme (“Moxibustion) und mittlerweile auch Injektionen, Ultraschall, Laserlicht, Magneten usw. wird versucht, das Gleichgewicht zwischen Körper und seinem  inneren Zustand sowie der äußeren Umstände wiederherzustellen, indem der Fluss des Qi positiv beeinflusst wird.

Bisher ist die Wirksamkeit von Akupunktur-Behandlungen wissenschaftlich noch nicht belegt.

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Equines Metabolisches Syndrom – EMS

Martha am 14. Februar 2010

V.a. mangelnde Bewegung und falsche Ernährung des Pferdes können zu der Wohlstandskrankheit “EMS” führen. Ihre Pathogenese ist letztlich noch nicht ausreichend erforscht. Leistungsverlust und Fetteinlagerungen an Hals, Schulter, Kruppe und beim männlichen Pferde am Präputiom sind erste Anzeichen für diese Erkrankung. Häufig tritt rezividierende Hufrehe auf.

Normalerweise werden mit der Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate im Zuge der Verdauungsvorgänge in Glukose umgewandelt, die über die Darmzotten in den Blutkreislauf gelangt. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel, worauf die Bauchspeicheldrüse mit der Ausschüttung von Insulin reagiert. Dieses körpereigene Hormon bewirkt, dass die Zellen der Muskulatur und der Leber die Glukose aus dem Blut aufnehmen und in Form von Glykogen (= Energie) festlegen. Auch im Fettgewebe kann Zucker nach Umwandlung zu Fett gespeichert werden. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel wieder auf das normale Niveau herab – das System ist im Gleichgewicht. Benötigt der Körper Energie, so wird diese durch die Ausschüttung des Hormons Glukagon aus der Bauchspeicheldrüse verfügbar gemacht, indem die angelegten Depots aufgebraucht werden.

Bei einer Überernährung mit einhergehendem Bewegungsmangel kommt es zur Adipositas und Insulinresistenz. Obwohl die Zellen gesättigt sind, werden weiterhin Kohlenhydrate aufgenommen. Der Blutzuckerspiegel steigt wieder an und es muss ebenso weiterhin Insulin von der Bauchspeicheldrüse zur Senkung produziert werden. Da die Depots der Muskel-, Leber- und Fettzellen gefüllt sind, bleibt nur die Bildung neuer Fettdepots, um den Zucker zu verarbeiten – es kommt zum Übergewicht. Im weiteren Verlauf reicht die Insulinproduktion jedoch nicht mehr aus und der Blutzuckerspiegel bleibt trotz neu gebildeter Fettdepots erhöht. Vermutlich auch die im Fettgewebe gebildeten Stoffe fördern die Hemmung der Insulinaktivität an den Muskel- und Leberzellen. Da die Glukose durch die unzureichende Reaktion dieser Zellen auf das Insulin (“Insulinsresistenz”) nicht mehr in die Zellen eingebaut werden kann, kommt es zu einem dauerhaft erhöhtem Blutzuckerspiegel. Es entsteht Diabetes mellitus Typ II, der nicht mit Typ I (zu geringe Insulinproduktion) verwechselt werden darf.

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Warum spielen Hunde gern?

Martha am 14. Januar 2010

Manche Hunde jagen unermüdlich hinter weggeworfenen Bällchen, Frisbees o.ä. her, andere raufen sich spielerisch mit wachsender Begeisterung und großer Ausdauer mit Artgenossen bzw. Frauchen oder Herrchen. Die Ursprünge des Spieltriebs liegen bei den Ahnen der Hunde – den Wölfen. Kaum haben die Wolfswelpen ihre Augen geöffnet und können sich einigermaßen tapsig fortbewegen, beginnt ihr Spiel mit den Geschwistern. Was etwas unbeholfen anfängt, wird später zu einem richtigen Gerangel. Genauso treibt die unersättliche Neugierde zur Erforschung der Umgebung – Käfer werden beschnüffelt, Äste benagt… All das hat einen überlebenswichtigen Zweck: im Spiel lernen für das ernste Leben. Irgendwann wird das spielerisch erlernte Wissen im Sozialverband des Rudels und zum Überleben eingesetzt. Hier besteht der Unterschied zwischen Wolf und Haushund: für unseren vierbeinigen Freund besteht kein Anlass, mit dem Spielen aufzuhören. Und so bleibt der Hund quasi ein Wolf, der nie richtig erwachsen wird.

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